You are here: Home 6. APRIL 2009, 3.32 UHR Der Adler (l´Aquila) wird wieder fliegen

L'Aquila tornerà a volare



CONVEGNO 23 MAGGIO 2009

Organizzato da: Valeria Volpe, Alba Magica/Celestinian Center e Panta Rei

1
° La società IMAIE e le associazioni culturali OMNIA e PANTAREI, con Maria Grazia Lopardi e Germano Di Mattia, sono lieti di presentarvi il film documentario su Celestino V:

Secretum secretorum




Maria Grazia Lopardi
, Panta Rei (L'Aquila):

"Nella Tragedia del Terremoto a L'Aquila, Un Faro", "Una Nuova Coscienza, Un'Invasione da un "Popolo di Angeli"




Maria Grazia Lopardi, Panta Rei (l'Aquila):

"Le Coincidenze, Le Origini dell'Aquila e della Basilica di Collemaggio e i Significati per il Futuro"


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Un uomo non può cambiare il mondo
ma può diffondere un messaggio
che può cambiare il mondo


> EIN PAPIERDRACHEN FÜR L'AQUILA <

L'Aquila wurde vergessen ...... trotz triumphierender Verkündigungen!!!!
Gestern rief mich die Angestellte der Gebühreneinzugszentrale von Sky Beiträge an. Ich sei seit September 2009 mit den Gebühren überfällig. Warum, fragte sie mich. Ich sage ihr, dass ich am 4. April des letzten Jahres meine Wohnung verlassen habe und seither nicht mehr zurückgekehrt bin, wegen dem Erdbeben. Der Sky-Decoder liegt begraben unter einer der Wände.

Sie  schweigt betroffen.

Dann bittet sie um Entschuldigung und sagt, sie wird meine Begründung weitergeben. Dann fragt sie freundlich, ob jetzt, nach einem Jahr, wieder alles in Ordnung sei? Sie sagt, dass sie meine Stadt sehr liebt und vor ein paar Jahren dort gewesen ist. Sie wäre  fasziniert gewesen. Insbesondere erinnere sie sich an eine Hornsteintreppe, die vom Dom zur Basilika von Collemaggio hinunterführte. Ich spüre die Tränen hochsteigen. Ich sage ihr, dass ich genau dort wohnte.
Sie schweigt wieder betroffen.
Dann bittet sie mich, ihr zu erzählen, wie meine Stadt heute aussieht!?
Und ich tu es.
Ich erzähle ihr von der Militärbesetzung der Stadtmitte.
Ich erzähle ihr, dass ich nicht nach Hause zurück darf, wann ich will.
Ich erzähle ihr, dass die Diebe allerdings kommen und gehen, wie es ihnen beliebt.
Ich erzähle ihr von den Palazzi, die man einfallen lässt.
Ich erzähle ihr vom Geld für den Wiederaufbau, das wir nicht haben. Genauso wenig wie das zum Überleben.
Ich erzähle ihr, dass am ersten Juli wieder Steuern und Beiträge gezahlt werden müssen, auch wenn wir keine Arbeit haben.
Ich erzähle ihr, dass wir die Eigentumssteuer und die Hypotheken für unsere zerstörten Wohnungen, genauso wie die Kredite abbezahlen müssen. Auch wer überhaupt nichts mehr besitzt.
Ich erzähle ihr, dass einem Erdbebengeschädigten mit 2.000 Euro Bruttogehalt im Juli 734 Euro netto ausbezahlt werden.
Ich erzähle ihr, dass wir nicht nur wieder Steuern zahlen müssen, sondern auch die seit vom 6. April an gestundeten Steuerbeträge abzahlen müssen.
Ich erzähle ihr, dass der Staat den obdachlosen Bürgern keine Unterstützung mehr gibt.
Ich erzähle ihr, dass siebenundzwanzigtausend Personen für sich selbst sorgen müssen.
Ich erzähle ihr, dass die Regierung, trotz ihrer Versprechen, nicht einmal den kleinen Beitrag von 200 Euro ausbezahlt hat, der ihnen als Mietbeitrag zugestanden worden war.
Ich erzähle ihr wie sich die Mieten verdreifacht haben. Ohne jede Kontrolle.
Ich erzähle ihr davon, was ich in einem kleinen Dorf mit fünfhundert Einwohnern bezahle und was Bertolaso für seine Wohnung in Via Giulia, in Rom, bezahlt.

Ich höre sie angestrengt atmen.

Ich spreche von den neuen Stadtvierteln, die zu Luxuspreisen erbaut worden sind.
Ich erzähle ihr vom Leben der Einwohner dort. Wie sie leben, in seelenlosen Waben. Ohne Zeitungskiosk und ohne Café.
Ich erzähle ihr von den Alten, die mit den Wurzeln ausgerissen und Kilometer weit weggebracht worden sind.
Ich erzähle ihr von den Freiberuflern, die weggezogen sind.
Ich erzähle ihr von den Schülern der Oberschule, die immer weniger werden.

Ich erzähle ihr von einer Stadt, die im Sterben liegt!!

Sie antwortet mit zittriger Stimme:
"Das gibt es doch nicht! Da wissen wir ja gar nichts von. Das darf aber nicht so bleiben. Das muss man den Fernsehjournalisten erzählen. Ihr müsst das erzählen, auch der Presse. Die müssen darüber schreiben."

Sie schreiben nicht darüber und es spricht auch niemand mehr davon