Herz an Herz

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Bei dem Erdbeben vom 6. April 2009 um 3,32 Uhr handelte es sich um eine furchtbare Warnung, die empfindsamere Menschen in ihrem Herzen aufgenommen haben.

Sogar die katholische Kirche wurde aufmerksam und hat sich sofort und in der erforderlichen Art und Weise aktiviert wie alle, denen das Schicksal der Menschheit am Herzen liegt, besonders wenn diese, wie in den Abruzzen, an lebenswichtigen Teilen verwundet und beschädigt wird. Auch wenn man sich über die nötigen Eingriffe nicht sofort ganz klar ist, steht fest, dass sich diese nicht auf eine rein ökonomische Unterstützung beschränken sollten, auch wenn es zahlreiche schwer beschädigte oder zusammen gefallene Gebäude wieder aufzubauen gilt, die durch das Erdbeben beschädigt wurden, das das Gebirge des Gran Sasso um einen Meter angehoben und einen ganzer See ausgetrocknet hat.

Um das Große Herz von L'Aquila, die Basilika von Collemaggio, wurde ein Netz der Liebe gewoben, in dem lebendige, pulsierende Energie umläuft, die den zerrissenen Körper am Leben hält und ihm hilft, seine Wunden zu heilen und langsam wieder zum Leben zu erwachen.

Maria Grazia Lopardi
spricht in ihrem sehr intensiven Referat, das sie während einer von der Vereinigung Alba Magica in Rom organisierten Konferenz gehalten hat, von diesem Energienetz und dem Eindruck, dass die anstehende Zeit in alten Prophezeiungen vorausgesagt wurde und die Anzeichen, das Erdbeben ist eins davon, darauf hinweisen, dass wir dem Beginn des Zeitalters des Heiligen Geistes nahe sind.

Wir gehen mit weiten Schritten einer großen Veränderung der Gleichgewichte und Beziehungen in der Welt, wie wir sie heute empfinden und erleben, entgegen. Diese Veränderungen wirken sich auf Körper und Seele aus und die aktuellen  Schwingungsfrequenzen und der damit verbundene Bewusstseinszustand werden weniger.

Es gibt allerdings eine mehr oder weniger imaginäre und symbolische Brücke, die das Mittelalter mit unserer Epoche verbindet, und einen Papst, der die beiden Ufer, heute wie damals, vereinen wird. Im Mittelalter hatte man, volksweit und vorwiegend auf den geistigen Einfluss der Franziskaner zurückzuführen, eine übernatürliche Spannung erreicht, eine Art göttliche Erwartung, das göttliche Einbrechen in das Menschliche, man hielt nach den Anzeichen der vollständigen Erneuerung Ausschau, die von Joachim von Fiore, dem kalabrischen, 1202 gestorbenem Mönch vorausgesehen worden war, der für das Jahr 1260 den Eintritt in das Zeitalter des Heiligen Geistes vorausgesagt hatte, das dem Zeitalter des Vaters und dem des Sohnes folgen sollte. Dieses Zeitalter sollte von einem Engelpapst eingeleitet werden, damit die “Fleischliche Kirche“, korrupt und unrein, der „Geistigen Kirche“ Platz machen konnte, der Gemeinschaft der illuminierten, mit Erkenntnis und Urteilsvermögen ausgestatteten Gläubigen.

Als Pietro Angeleri, ein armer Eremit aus der Gegend um Molise, der schon zu Lebzeiten für heilig gehalten wurde, 1294 mit dem Namen Coelestin V. (Coelestin III. hatte den Orden von Joachim von Fiore anerkannt) zum Papst gewählt wurde, sahen alle in ihm den Engelpapst aus der Prophezeiung. Während seinem kurzen Pontifikats, er selbst legte sein Amt nieder, weil die Zeiten noch nicht reif waren für das Zeitalter des Heiligen Geistes, verhielt er sich für die damaligen Zeiten revolutionär: so bestand er darauf, in der Basilika Santa Maria von Collemaggio gekrönt zu werden, eine - ausgenommen für die Zeit des Avignonesischen Papsttums – unglaubliche Forderung und hatte sofort nach seiner Ernennung ein Edikt erließ, mit dem er allen, die sich – mit gereinigter Seele – am 29. August jeden Jahres, Tag an dem Coelestin zum Papst ernannt worden war und an dem, für die Katholiken, der symbolische Jahrestag der Enthauptung Johannes des Täufers gefeiert wird, in die Basilika begaben, die Vergebung von Schuld und Sühne gewährte.

Es handelt sich um das Erste Christliche Jubiläum, bei dem man kostenlos und nach Handlungen, die jeder gute Christ, gleich welches Rasse oder sozialem Rang, in der Basilika vornehmen konnte, “die Vergebung” großer und kleiner Verfehlungen, nicht “Sünden”, erhalten konnte. Es war in der Tat nicht nötig, bei einem Priester zu beichten und von diesem Vergebung und Sühne zu empfangen, um den Plenarablass zu erhalten, wie bei späteren “Jubiläen”, die Bonifaz VIII. einführte, als offensichtlich wurde, welchen Erfolg die “Perdonanza” hatte, wo die Pilger hingegen konnten, wann sie wollten und konnten und ohne eine Gabe hinterlassen zu müssen, wie es damals üblich war.

Mit dem Verzicht von Coelestin, mit der Zerstörung des Templerordens und der Katharer und Albigenser zuerst und später durch die Aktionen der Inquisition, welche die spiritualistischen Mönche in die Berge zurück trieb, wie die Kirchenväter einst in die Wüste getrieben worden waren, weil sie die Entscheidungen des Konzils von Nicäa aus dem Jahr 325 n. Chr. nicht akzeptierten, beschloss sich schlagartig die Epoche der großen Erwartung des Zeitalters des Heiligen Geistes. Diese verschob sich damit um mehr als 700 Jahre, in der Erwartung einer Menschheit, die in der Lage war, die Früchte der von Coelestin, den Templern und anderen für die Grand Messe gesäten Samen zu ernten.

Ende 1200 wurde der Weg einiger großer Leitgeister, der letzte davon war Papst Coelestin V., unterbrochen. Es begab sich eine Sonnenfinsternis und das Licht verschwand.

Die Energie – durch welche die Tempelritter und die Bewegung der Katharer, der Albigenser und der Zisterzienser entstanden waren, die gemeinsam mit den Templern eine unglaubliche Anzahl Kathedralen in neuem und futuristischem Stil entworfen und damit eine radikale Veränderung der vorherrschenden Mentalität bewirkt hatten, deren Auswirkung, durch die Befreiung der Geister und Herzen, sich auch auf die Wirtschaft und verschiedene sozio-politische Aspekte der Feudalgesellschaft ausweiteten, war mit einem Mal erloschen.

Diese beiden religiösen Bewegungen hatten sich im Süden Frankreichs, an der Grenze zu Spanien, insbesondere im Languedoc, Anfang 1100 während der ersten Kreuzzüge entwickelt. Die Begegnung mit der moslemischen Kultur, die in sich die Keime des allerersten Christentums trug – das der Kirchenväter und der Gnostiker – ließ in den christlichen Gemeinschaften des Abendlandes eine andere Vision der Beziehung zu Gott und der Art, sich mit ihm zu befassen, aufkommen. Die neue Haltung war der Kirche in Rom natürlich gar nicht genehm, die auf vollständig andere Werte gegründet und weiter entwickelt worden war und sich fest in der Hand einiger wichtiger römischer Familien befand, die die ursprüngliche Kirche in ihre persönliche Feudalherrschaft verwandelt hatten und sich an der Macht abwechselten.

In den letzten Jahren des 13. Jahrhunderts, entschied diese mächtige, reiche und korrupte Gruppe, welche damals die Kirche bildete, dass die beiden Bewegungen ihr Überleben gefährdeten, schon weil ihr Einfluss auf die christlichen Gemeinden sich immer stärker ausbreitete und nicht auf das französische Gebiet beschränkte, sondern bis nach Spanien und Italien vorgedrungen war, wo sich die enthusiastischen Anhänger ständig vermehrten. Diese die christlichen Gemeinden infizierenden Keime, wie die römische Kurie sie nannte, mussten erstickt werden, genau wie ihre einflussreichen, gnostischen Vorväter, die Kirchenväter, die sich in die Wüste zerstreut hatten, um der Verfolgung nach dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 zu entkommen. Auch sie hatten damals eine radikale Veränderung in der Beziehung zu Gott eingeführt und in der Art, diese Beziehung zu ihm durch einen subjektiven Dialog zu pflegen, von dem die kirchlichen Behörden ausschlossen waren. Das konnte katholische Kirche natürlich nicht akzeptieren, denn diese Haltung griff die geistliche und irdische Macht, die sie der Menschheit Jahrhunderte lang aufgezwängt hatte, an den Wurzeln an. Da man eine Exkommunikation – eine strenge Strafe, da in der damaligen Zeit deren Auswirkungen in der christlichen Gemeinschaft nicht zu unterschätzen waren – für unzureichend hielt, wurde kurzer Hand die vollständige Vernichtung der “Reprobi” und die körperliche Ausrottung der “jeweiligen Häretiker” angeordnet, unter denen man die Katharer und Albigenser verstand, gegen die Innozenz III. sogar einen Kreuzzug organisierte, bei dem er sie gnadenlos und mit wissenschaftlicher Genauigkeit ausrottete.
Während der Belagerung von Montségur wurden die letzten Katharer, Junge wie Alte, Verletzte, Frauen und Kinder, entweder erschlagen oder bei lebendigem Leib verbrannt, wie überhaupt alle, die damals für Hexen oder Zauberer gehalten wurden.

Heute, siebenhundert Jahre nach diesen furchtbaren Ereignissen, scheint der Funke wieder zu springen und aus der Asche dieses furchtbaren Brandes züngelt ein neues Flämmchen, wie bei den Konzerten, bei denen die jungen Leute ihre Feuerzeuge hochhalten und im Dunkel des Saales tanzen lassen, wo sie dicht auf dicht gedrängt ihrem Lieblingssänger zuhören, wenn dieser ihr Lieblingslied singt.

Dieses Liebeslied, dieses Leuchten der Flammen, erhebt sich gen Himmel und verbreitet sich über die Mauern der uralten Stadt L‘Aquila hinaus, die wieder zum geistigen Zentrum der Menschheit geworden ist, zu “Caput Mundi”, wie es in der Absicht der Gründer lag, die sie Jerusalem spiegelbildlich nachgebaut haben, das diese Rolle Jahrhunderte lang spielte und deren Eroberung so viele Menschenleben gekostet hat.

Jerusalem war 1244 endgültig in die Hände der Ungläubigen gefallen, die auch den Heiligen Ludwig, den französischen König, gefangen genommen hatten. Jerusalem hatte seine zentrale Rolle in der christlichen Welt verloren, weil das Zusammenleben der absolutistischen, miteinander inkompatiblen Religionen unmöglich geworden war.

Der einzige, der mit den Muslimen einigermaßen zurechtkam, war Friedrich II., der 1229 den „Kreuzzug der Exkommunizierten“ organisierte, um dem Wunsch des Papstes zu entsprechen und um der Exkommunikation zu entgehen, dank der ausgezeichneten Beziehungen, deren sich Bruder Elia nach seinem zweijährigen Besuch am Hof des Sultans von Damaskus, Malik el Kamel, rühmen durfte, dessen Freund und Vertrauter er geworden war, wie später Friedrich II., der sich seiner Dienste bediente, um während des 6. Kreuzzuges ein direktes Abkommen ohne Blutvergießen zu schließen und die Rückgabe von Jerusalem, Bethlehem und Nazareth erreichte.

Zu viele „Zufälle“ weisen darauf hin, dass Franz nicht nur „ein Armer“ von Assisi, Elia nicht nur der „Exkommunizierte“ und Friedrich II. nicht nur der „Antichrist der Apokalypse“ waren.

Prospero Calzolari schreibt in seinem Buch "Massoneria Francescanesimo Alchimia" (Freimaurerorden, Franziskanische Ordensgemeinschaft und Alchimie), dass der okkulte Knoten, der diese drei Persönlichkeiten miteinander verbindet, längst nicht endgültig gelöst ist, auch dank derjenigen, die – genauso wie bei Coelestin V. und der Basilika Santa Maria von Collemaggio – mit unglaublichem Eifer im Laufe der Geschichte dafür sorgten, Dokumente und Manuskripte sowie heilige Gegenstände und wichtige, unersetzliche Reliquien verschwinden zu lassen.

„Um die ganze Größe der Werke von Franz und Elia zu verstehen und die Gründe, die sie unlösbar mit Friedrich II. verbinden, müsste man ihre Geschichte nachvollziehen, genauso wie die darauffolgenden, in so vielen Jahren Obskurantismus und gewollt mimetischer Geschichtsschreibung verzerrten oder versteckten Ereignisse über die wichtigsten Figuren dieser geschichtliche Epoche“, schreibt Dallari in seinem Buch über Bruder Elia, das nicht zufällig den Titel  "Das Drama von Bruder Elia" trägt ( Mailand, 1974). Dass Bruder Elia eine ganz besondere Figur war, hat auch Calzolari in seinem kurzen Essai hervorgehoben, der von Editrice SeaR herausgegeben wurde und seither vom Markt verschwunden ist, wie die Person, die einen so großen Einfluss auf die Geschichte des 13. Jahrhunderts ausgeübt hat, dass der Heilige Franz über ihn sagte “Meine Mutter und Vater aller seiner Kinder”.

Wenn Bruder Elia nur ein einfacher Mönch gewesen wäre, hatte er für den Heiligen Franz nicht so wichtige und feinfühlige Aufträge ausführen dürfen und wäre nicht  seine rechte Hand gewesen. Und er hätte auch nicht die "Mission Impossible" angenommen und wäre nicht 1217 während der IV. Kreuzfahrt in Damaskus in Syrien am Hof des Sultans Malik al-Kamil empfangen worden, um zu versuchen, den Grundstein für die Friedensverhandlungen zu legen, um diesen unendlichen Krieg zu beenden, wie auf dem Foto dieser Fotoagentur zu sehen ist, auf dem der Geist, der diese beiden Männer vereint,  sehr gut darstellt ist.

Elia gewann das Vertrauen des Sultans und erhielt einen einzigartigen Sonderpass dank der guten Beziehungen, die er in den zwei Jahren am Hof des Sultans gepflegt hatte, dessen Freund und Vertrauter er geworden war, wie später Kaiser Friedrich II., der seine Dienste in Anspruch nahm, um ein direktes Abkommen während der VI. Kreuzfahrt abzuschließen, die 1229 ohne jedes Blutvergießen beschlossen wurde (zum Vergleich siehe oben auf dieser Seite). Der französische Historiker Julien Green meint dazu in seiner akkreditierten Biographie über den Heiligen Franz  (Mailand, Rizzoli, 1984), dass man sehr wohl annehmen dürfe, dass "Malik al-Kamil Friedrich II. Jerusalem zurückerstattet habe, weil er von den Ideen des “Poverello“ (Franz von Assisi) erobert worden war".

Die gleichen Überlegungen gelten auch über die Werke von Coelestin und seine engen Beziehungen zum Templerorden angestellt, die über 20 Jahre konstant und lebendig erhalten blieben, seit der ersten Kontaktaufnahme im Jahr 1274 in Lyon – die zur Entscheidung führte, die Errichtung der Basilika von Collemaggio schon ab 1275 zu finanzieren – bis zum Jahr 1294, wo Coelestin seine Wahl zum höchsten Amt, das des 1. Templerpapstes, annahm und den großen „Traum des universellen Friedens“ der Templer teilte, der auf einer wahren Einigkeit und gegenseitigem Verständnis zwischen den gegensätzlichen Kräften des Islam und der Christenheit beruhte, in dem die Juden auch inbegriffen waren.

Die gleiche moderne Weltanschauung wie in der berühmten Ansprache "I have a dream" von Martin Luther King, finden wir schon Anfang des 13. Jahrhunderts bei Friedrich II., dem Heiligen Franz und Bruder Elia in der utopischen Vision einer Gesellschaft, in der verschiedene Rassen, Religionen und Philosophien zusammen leben oder – um noch aktueller zu sein – in der Intuition, den unverminderten Antagonismus zwischen der moslemischen und der christlichen Gesellschaft auf unblutige Weise beizulegen, wozu sie selbst nach Syrien und Palästina gingen, wo sie als einzige, obwohl Christen, akzeptiert wurden, und wo sie mit dem furchtbarsten Feind des Christentums ein Abkommen abschlossen.

Sehr wahrscheinlich ist die Zeit der Erwartung jetzt zu Ende und mit der Ankunft des Wassermannzeitalters werden wir eine neue, totale Veränderung sehen und die Botschaften der Vergebung des Eremitenpapstes und die Kenntnisse der Templer über die Vergeistigung der Materie werden jetzt den Wert einer kostbaren Erbschaft haben, die es zu verstehen gilt.

Was Jahrhunderte lang "verborgen" war, wird jetzt "entdeckt", um erneut "ver-deckt" zu werden.

In der Tat schüttelt eine unglaublich starke Energie die Erde, deren Frequenz jedes Mal stärker wird , wie die Experten uns mitteilen, während der Erdmagnetismus, der uns an mit der dritten Dimension verbindet, schwächer wird und uns  die großartige Gelegenheit bietet, „aufzuerstehen“ (d.h. andere Schwindungsfrequenzen zu verwenden). Jeder reagiert anders, entsprechend der Vorbereitung, die er vom Leben bekommen hat, und begibt sich, wie vor vielen Jahrhunderten, zurück an die heiligen Orte, gleich ob gotische Kathedralen, megalithische Monumente oder heilige Orte wie Santa Maria von Collemaggio, weil man merkt, oder besser spürt, dass an diesen Orten etwas aktiviert wird, das den Durchgang zwischen Himmel und Erde öffnen wird, eine Art Zwischen-Welt, wo wir der Energie von weißem und schwarzem, hellblauen und tellurischem Licht ausgesetzt werden,  zur Vorbereitung der Körper und zur Initiation des Planeten.

Dieser epochale Übergang ist auch der Kirche in Rom nicht entgangen, genauso wenig wie die Wichtigkeit, welche die Stadt L‘Aquila und Papst Coelestin V., der „Papst des großen Verzichtes“ auf weltweiter Ebene einnehmen, dieser 700 Jahre lang so unbequeme Papst, ein „Christ ohne Kirche“ oder besser „ein Christ aller Kirchen“. Er hatte den Tempel Gottes allen Gläubigen geöffnet, gleich welchen Glaubens oder welcher Rasse, vor allem aber auch denen, die bei der herrschenden Macht oder der offiziellen Kirche unbeliebt waren, und zeigte dabei die gleiche Haltung und den gleichen offenen Geist der Templer, die Coelestin während der von den verschiedenen, sich an der Macht abwechselnden Päpsten einberufenen Kreuzzüge zur Befreiung Jerusalems, das damals als das Geistige Zentrum der Christenheit angesehen wurde und von den Ungläubigen befreit werden musste, so stark beeinflusst hatten.

Nachdem sie die Stadt erobert hatten, zeigten die Templer nämlich einen tiefen Respekt vor dem Glauben derjenigen, die von der Kirche in Rom als „Ungläubige ohne Glauben“ bezeichnet wurden, und erlaubten Emir Usama, Allah in ihrem eigenen Mutterhaus anzubeten, das damals nichts anderes als die alte al-Aqsa-Moschee war, die auf den Überresten des Salomonischen Tempels erbaut worden war, und verteidigten ihn gegen alle Christen, die ihn am Gebet hindern wollten.

Der auf den Überresten des Salomonischen Tempels erbaute Tempel war ein heiliger Ort, dem Herrn der Juden und der Moslems gewidmet, der nicht etwa denen gehörte, die ihn momentan erobert hatten. Es war und hätte ein Ort bleiben müssen, an dem alle, gleich welchen Glaubens, jederzeit mit Ihrem Gott direkt und ohne Mittelsmänner sprechen konnten, da man zwar die Art und die Zeit, um zu Gott zu beten, ersetzen kann, aber nicht den Ort, an dem man zu ihm betet, nachdem er geweiht und auf die Wellenlänge der kosmischen Energie ausgerichtet worden ist, da dieser Ort – gleich wer ihn und nach welchem Ritus geweiht hat – sich in ein unabdingbares Instrument verwandelt, das nach dem Rhythmus und den Tonarten der Sphärenharmonie klingt.

Diesen Respekt für den Glauben eines Erzfeindes findet man auch in der Basilika von Santa Maria in Collemaggio wieder, die von Coelestin V. und den Templern mit dem gleichen ökumenischen Geist errichtet wurde.
Jeder, gleich welchen Ursprungs oder welcher Rasse, ohne Ausnahme für den Glauben oder das Credo, konnte in der Überzeugung seiner mehr oder weniger schweren Verfehlungen nach L´Aquila – dem neuen Zentrum der Ecclesia Spiritualis –begeben, wann er wollte und konnte, ohne bei einem Priester zu beichten, um von diesem Verzeih und Sühne nach katholischem Brauch zu empfangen, da die „Kommunion“ nicht vorgesehen war.

Der Pilger konnte „sich selbst verzeihen“, durfte es aber keinesfalls auf oberflächliche Weise tun, sondern musste wirklich ehrlich zerknirscht sein; er hatte es mit sich selbst zu tun, und nur mit sich selbst, bei dem Versprechen, seine Verfehlung nicht zu wiederholen.

Was richtig und falsch war, hatte er alleine zu bestimmen, da er nur auf seine Werte und Prinzipien Bezug nahm, wie es die „wahren Freimaurer“ tun, die direkten Erben der auserwählten Körperschaft des Templerordens, der denjenigen, die dazu gehören wollten, großen moralischen Respekt vor dem Glauben auch des schlimmsten Feindes,  sowie eine körperliche Kondition vorschrieb, die oft unmenschlichen Prüfungen standhalten musste.

Ein Moslem oder ein Ungläubiger gleich welcher anderen Religion musste Zugang finden zum Tempel des Großen Architekten des Universums.

Diese Tempel waren perfekte Instrumente aus Stein, eingestimmt, um die Energie wieder durch die Körper  fließen zu lassen, nachdem diese durch die Zeremonie der Perdonanza von den angesammelten, negativen Ablagerungen befreit worden waren, und jede Zelle derjenigen, die mit „offenem Herzen“, wie Eddy Seferian erzählt, dorthin gingen, im Einklang mit der Sphärenmusik vibrieren zu lassen.

In Collemaggio wurde ein fortschrittliches, perfekt funktionierendes Animisches Energiezentrum eingerichtet. Der natürliche Kreislauf aus Stein ist auf dem Fußboden dargestellt. Auch wenn es unglaublich und paradox erscheint, wirkt dieser Kreislauf wie ein herkömmlicher elektrischer Schaltkreis, der Energie an denjenigen überträgt, der dem Verlauf des auf dem Fußboden gezeichneten Weges folgt, wobei der Nerven- und der Blutkreislauf angeregt werden.

Die Materialien und Schemata sind anders als die, die für die modernen elektrischen Geräte verwendet werden, aber die besondere Anordnung von weißen und roten Steinen ist die genaue Nachbildung eines elektromagnetischen Kreises und kann elektromagnetische Energie in Umlauf setzen.

Die Wirkung ist die gleiche, wenn nicht sogar stärker für denjenigen, der in der Lage ist, diese Energie zu spüren, wie verschiedenen Sensitive bestätigen, die den Versuch selbst durchgeführt haben, wie z. B. Eddy Seferian, ein Sensitiver armenischer Herkunft, der in einem besonderen Kapitel erzählt, welchen Eindruck er erlebt und welche Empfindungen er verspürt hat.
Es sind keine Kupferdrähte verwendet worden, sondern Steine, aber diese wurden sehr genau verlegt, weisen in  bestimmte Richtungen und verteilen die tellurische Energie, die von unten kommt und unter dem Fußboden entspringt; auf dem Fußboden ist der Stromkreis eingezeichnet ist, der die gleiche Funktion hat wie die modernen, die aus bestimmten Werkstoffen erzeugt werden, die elektrische Energie leiten.

Maria Grazia Lopardi, Rechtsanwalt des Staates in L´Aquila, hat uns in ihren Büchern und Konferenzen über den Sator und die geheime Bedeutung der im Stein versteckten Symbole eine mögliche Auslegung geliefert und den Kodex der von Coelestin und von den Templern, den wichtigsten Erbauern heiliger Orte für die Vorbereitung zum Durchgang zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, hinterlassenen Belehrungen weitergeleitet.

In "Notre Dame von Collemaggio", wie der Titel der beiden genannten Autoren lautet, wurde in der Tat ein heliozentrisches System eingerichtet, das wie die modernen Supraleiter funktionieren kann – die Millionen Daten und Bilder mit Lichtgeschwindigkeit weiterleiten – und die bio-psychische Energie derjenigen, die den Weg der inneren Erkenntnis einschlagen möchten hilft, sich schrittweise von den Schranken zu befreien, die sie zurückhalten.

Viele Sensitive haben die Gedankengänge von Maria Grazia und die daraus abgeleiteten Schlüsse bestätigt. Unter den zahlreichen Erfahrungen sollte man die Erlebnisse von Eddy Seferian einsehen, einem Sensitiven armenischer Abstammung, der wie viele Weise in den verschiedenen  Epochen und Gesellschaften, übernatürliche Wesen bei direkten extra-sensoriellen Erfahrungen "sieht und fühlt" und mit diesen Botschaften und Empfindungen austauscht. Eddy hat diesen psycho-physischen Zustand erreicht und perfektioniert und erzählt uns die Begegnungen und Botschaften, die er empfangen hat, in einem Buch  mit dem Titel "La Grande Opera", herausgegeben von Ed Anima.

Im Jahr 2007 kam er zum ersten Mal nach L´Aquila und besuchte die Basilika von Collemaggio; bei dieser Gelegenheit beging er den antiken Initiationsweg und schritt durch das doppelte Tor, die "initiatische Brücke", von Coelestin V. eingerichtet und mit Hilfe der Tempelmeister, tiefe Kenner der heiligen Geometrie, Numerologie, Astrologie und Alchimie, sowie Astronomie, operativ gemacht.

Er hat Maria Grazia Lopardi kennen gelernt.

Mit der Erzählung seiner Erlebnisse vom 25.-26. September 2007 nimmt uns Eddy bei der Hand und führt uns durch die 7 Tore, die auf dem Fußboden eingezeichnet sind, wobei er uns zeigt, wie wir unsere Energiezentren neu aktivieren und bis zum achten Niveau verstärken können, um mit der Ur-Energie in Kontakt zu kommen. Auch auf dieser Reise bin ich ihm, wie viele andere Male, auf vielen anderen initiatischen Wegen, in Indien und in Argentinien auf dem Aconcagua, mit der Pflege dieser Webseite, als Förderer der Initiative für die Unterstützung von L´Aquila und der Basilika von Collemaggio, nahe gewesen und habe meine wichtigsten Erlebnisse in einem Bericht beschrieben.

Es gibt viele dimensionale Tore auf unserem Planeten, viele Orte, die Zugang zu feinsten Ebenen bieten, unsichtbar für die meisten Menschen.

Auch heute noch gelangen vom "Herz" des Templerordens bis zu Uns Botschaften, die nur die initiatische Tradition überliefern kann, die in der modernen Freimaurerei leider nicht mehr verstanden und praktiziert wird, da diese  nicht mehr in der Lage ist, Energetik, Psychosomatik und geistige Weiterentwicklung traditionsgemäß in einem "unico corpus" zu verschmelzen und Mitbrüder durch einen persönlichen und spezifischen Werdegang in den drei getrennten Graden auszubilden und so zu „Menschen der Kenntnis“ zu machen.

In seinem Artikel über "Initiatische Freimaurerei" erklärt der Mitbruder den Zweck der "Tempelarbeit an heiligen Orten"
"In dem Moment, in dem man eine gleich wie geartete, stark spirituelle oder esoterische oder opfernde Zeremonie nach vorgeschriebenen Regeln eröffnet, öffnet man auch eine zeitliche oder besser eine meta-zeitliche Dimension, weil der Ritus nach einer anderen,  zur äußerlichen unterschiedlichen Zeit verläuft. So wie der vulgäre Raum seine Struktur verliert, hat auch die Zeit eine neue Richtung eingeschlagen oder besser erhalten, vielleicht sogar mehr als eine, darunter auch die der Unbeweglichkeit."


Wenige Mitbrüder werden sich in ihren Freimaurertempeln, engen Räumen mit den gleichen Symbolen, darüber klar werden, dass diese einer kleinen Basilika von Collemaggio nachgebildet sind, ein mikroskopisches animisches Energiezentrum voll "kosmischer Liebe", das genauso wie das Labyrinth der drei Oktaven, im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn dreht, um das Treffen und den Energieaustausch zwischen dem positiven und dem negativen Pol zu fördern, die jeder Mensch (gleich ob Mann oder Frau) in sich trägt, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen.

So wie die Freimaurer dies nicht verstehen, verstehen es auch die Bewohner von L´Aquila nicht, die ihre Kirchen zwar über alles lieben, aber die Besonderheit der Basilika von Collemaggio nicht begreifen, die seit Jahrhunderten nicht aufgewertet wird, sondern gewollt im „Beharrungszustand“ gehalten wird, in einer Art Zauberschlaf.

Leider ist diese mächtige und einzigartige Beschleunigungszentrale für menschliche Zellen, die eingerichtet wurde, um jedem,  der - nach der Reinigung seines Körpers und Geistes (siehe Perdonanza) - bereit und gewillt war, diese besonderen und sehr starken kosmischen Energien zu empfangen, gewollt ausgeschaltet worden.

-        Bis 1970 war die Decke verhängt, die achteckigen Säulen verkleidet, das Labyrinth abmontiert und teilweise durch barocke Verkleidungen versteckt, welche die darüber befindlichen Säulen bedeckten;

-        im Jahr 2006, mit der Veröffentlichung der Bücher von M. G. Lopardi und M. Proclamato über das „Geheimnis der Drei Oktaven“, hat man sogar versucht, das Bildnis der Drei Achten  und  des 7. Feldes durch Holzpaneele zu verdecken;

-        bis zum 6. April 2009, 3.32 Uhr war das Symbol der Drei 888 gewollt hinter den Sitzbänken der Gläubigen versteckt.

- Der Zugang zum unterirdischen Fluss wurde gesperrt und versteckt, um zu vermeiden, dass jemand hinuntersteigen und das reine Wasser sammeln konnte, das den Analysen nach anscheinend die gleichen energetischen und heilenden Eigenschaften besitzt wie die Wasser von Lourdes und Madjugorie.

-       Das Geheimnis der >Drei 888<, das „die Quadratur der Materie im Kreis des Geistes“ anstrebt, ist so, wie in vielen gotischen Kathedralen, willentlich im Stein versteckt und vergessen worden.


Sehr schlecht bekam es auch dem Architekten M. Moretti, dem Oberintendanten für Denkmalschutz, der es erst 1970 unter unmenschlichen Anstrengungen schaffte, Decke und Säulen wieder herzustellen und ihnen die „achteckige Form“ zurückzuerstatten, der daran gehindert wurde, weiter zu sanieren und die ursprüngliche, mittelalterliche Struktur wieder herzustellen, indem er die barocke Verkleidung des Kirchenschiffs und des Alters entfernte. Er wurde daran gehindert und man zwang ihn, seine Dimissionen einzureichen; er wurde das Ziel furchtbarer und gänzlich unbegründeter  Kritiken über das Werk, das er schon vollendet hatte, und starb an Herzensleid.

Die einzige Anerkennung bekam er nach seinem Tod in der einzigen Veröffentlichung (Luigi Lopez: Celestino V. Herausgeber Ed. G. Tazzi – L´Aquila), die den Besuchern angeboten wird, in der von seinem Eingriff die Rede ist und das Kirchenschiff vor und nach der Restaurierung auf schwarz-weiß Fotos abgebildet wird.

Durch den Einsatz einiger Bewohnern L´Aquilas, insbesondere des Architekten M. Moretti und, in neueren Zeiten, der Staatsrechtsanwältin Maria Grazia Lopardi, wurden die vor Jahrhunderten gelöschten Lichter wieder entzündet und unsere Freude, diese Webseite einzurichten erweckt, die wir:

- dem Zwillingsbruder des Heiligen Franz, Sankt Peter Coelestin widmen, der hier zur Erinnerung abgebildet ist, wie er in seiner Franziskanerkutte und mit demütigem Glauben, die "politische Kirche" zugunsten einer höheren Geistigkeit ablehnte,

- und der Basilika von Santa Maria in Collemaggio.

Wir senden ein SOS COLLEMAGGIO an alle Papierdrachen von Collemondo, damit sie Collemaggio adoptieren und das Große Tipi wieder einrichten, den Ort, an dem alle, gleich welchen Glaubens, direkt und ohne Mittelsmänner mit ihrem Gott sprechen können, denn man kann die Art und Zeit, Gott anzubeten ersetzen, aber nicht den Ort, wo er angebetet wird, wie diese Kirche, die Coelestin für den Herrn aller Rassen und Religionen erbaute.

Der Plenarerlass, der jeden 29. August erging, richtete sich an alle, gleich welchen Glaubens, durch die innovative und ökumenische Art und mit dem “weltlichen Zuschnitt” der Perdonanza; die Bulle wurde in der Tat den Kommunalbehörden übergeben, die bei jeder neuen Begehung den Bischof und die Kirchenmänner zu der Öffnungszeremonie des heiligen Tors durch den Bürgermeister einluden, der als einziger das Recht hatte, nach Verlesung der Bulle, dieses Tor zu öffnen.


Um dieses Kapitel zu beschließen, sollten wir einige Anmerkungen lesen, die ich im Vorwort zu meinem Buch "La Grande Opera" (das große Werk) gemacht habe, in dem ich von einigen Erfahrungen in Indien erzähle, die ich an der Seite von Eddy erleben durfte:

"Ich bin Jahrhunderte lang mit  Eddy gelaufen und habe tausende von Kilometern in alle Richtungen zurückgelegt, aber in Wahrheit… nur wenige Zentimeter zu meinem „Herzen".


Eddy
ist seit langem angekommen und kommt jetzt – wie viele Weise – zurück, um uns den Weg zu weisen

Seine Erzählungen weisen uns den Weg und, für die, die lesen können, auch die Methoden und Instrumente. Ich hoffe, dass auch in Ihnen der Lichtfunke aufleuchtet und die Art zu denken, zu sehen und zu fühlen umkehrt. Für diejenigen, die wie Eddy "fühlen" ist dies keine " fantastische Geschichte", sondern das Aufeinandertreffen von "zwei Herzen", zwei Chronisten, dem der Erde und dem des Himmels, die Chronik einer Erfahrung, die es nach 700 Jahren möglich gemacht hat, die zwei Ufer einander anzunähern und den freien Zugang zur
"Lichtbrücke" zu ermöglichen, die der zukünftige Papst Coelestin V. für alle Bewohner von L’Aquila eingerichtet hatte, "Pontefice“ (Brückenbauer), „facere pontem” (eine Brücke bauen), um das Aufeinandertreffen von Himmel und Erde zu fördern und den Gottesfrieden "Pax deorum” aufrechtzuerhalten, und es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass sich am 6. April 2009 um 3.32 Uhr eine „neue Tür“ geöffnet hat: dieser hatte für die Römer in der Tat die Aufgabe,

einen direkten Zugang zum Sternenhimmel zu öffnen, wo der Geist von Coelestin sich einen Augenblick materialisierte, um mit seiner Stadt zu atmen, und lächelte.

e forse non è dovuto al caso che il 6 aprile 2009 alle ore 3,32 si è aperta "una nuova porta": che per i romani era appunto colui che aveva il compito di “(manca qualcosa, forse APRIRE?)

un varco diretto verso il cielo stellato, in cui lo spirito di Celestino si è per un attimo materializzato, tornando a respirare all’unisono con la Sua città, ed ha sorriso.

Herz an Herz