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Coelestin V. – Das päpstliche Pallium - Benedikt XVI

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WELCHE SYMBOLISCHE BEDEUTUNG KANN MAN DER GESTE VON PAPST BENEDIKT XVI. BEIMESSEN ?

> Hat der Papst
mit der Übergabe des Päpstlichen Palliums Coelestin V. und den weltlichen Zuschnitt super partes verzeihen wollen, den der Papst des großen Verzichts der Zeremonie der Perdonanza hat geben wollen?

Auf dieser Seite, in verschiedene Kapitel aufgeteilt, wurde die Chronik der Tatsachen festgehalten, die nach 700 Jahren dazu geführt haben, zwei epochale Ufer anzunähern und die Vereinigung des dreizehnten Jahrhunderts mit dem heutigen, ersten des dritten Jahrtausends herbeizuführen, und die Straße der "Lichtbrücke", die Papst Coelestin V. für die Einwohner von L’Aquila hatte geschlagen, dem freien Durchgang zu eröffnen.

Bei dem Erdbeben vom 6. April 2009 handelte es sich um eine furchtbare Warnung, die empfindsamere Menschen in ihrem Herzen aufgenommen haben.

Sogar die katholische Kirche wurde aufmerksam und hat sich sofort und in der erforderlichen Art und Weise aktiviert wie alle, denen das Schicksal der Menschheit am Herzen liegt, besonders wenn diese, wie in den Abruzzen, an lebenswichtigen Teilen verwundet und beschädigt wird. Auch wenn man sich über die nötigen Eingriffe nicht sofort ganz klar ist, steht fest, dass sich diese nicht auf eine rein ökonomische Unterstützung beschränken sollten, auch wenn es zahlreiche schwer beschädigte oder zusammen gefallene Gebäude wieder aufzubauen gilt, die durch das Erdbeben beschädigt wurden, das das Gebirge des Gran Sasso um einen Meter angehoben und einen ganzer See ausgetrocknet hat.

Aus den Telefongesprächen mit Maria Grazia Lopardi und den Freunden der Vereinigung Panta Rei, die sie so freundlich leitet, wusste ich, dass sie alle unverletzt waren, sich in Zelten oder Wohnwagen lebten, da ihre Wohnungen und Häuser stark beschädigt oder eingefallen waren.

Was mich aber sehr perplex machte, war die mangelnde Information über dem Zustand der Basilika und die furchtbaren Auswirkungen des Erdbebens, die sich wie üblich auf alle anderen Kirchen und Denkmäler konzentrierten.

Diese Einstellung, die ich längst kennen und verstehen gelernt hatte, ließ mich einige Tage lang warten, bevor man die ersten Bilder des eingefallenen Dachs und der barocken Deckenvolte, die zusammen mit den beiden Tragsäulen auf den Fußboden gefallen war, zu sehen bekam. Endlich konnte ich mich aufatmend davon überzeugen, dass der Schutt den Fußboden mit den weißen und roten Rauten keineswegs beschädigt hatte, auf dem der Initiationsverlauf eingezeichnet ist, der in der Abbildung der  >Drei 888< und dem Spirallabyrinth rechts gipfelt, genau am Fuß einer der beiden Säulen, die zusammen mit der Decke beschädigt wurden, deren Schutt allerdings, auf den ersten Augenschein, nichts anderes beschädigt hatten.


Ich habe in den letzten Monaten einige Bilder und Filme gesammelt, um sie auf dieser Webseite zu veröffentlichen, und darauf sind die Eingriffe der Feuerwehr abgebildet sind, um den gläsernen Sarg zu befreien, in dem sich die weltlichen Reste von Coelestin V. befinden. Diese wurden im Inneren des "Heiligen Tors" ausgestellt und eine Gruppe von Feuerwehrleuten stand Wache, wie bei dem Besuch von Papst Benedikt XVI. am 28. April 2009, der in privater Form stattfand, also nicht in Anwesenheit des Bürgermeisters, Massimo Cialente, da keine weltlichen Autoritäten zugelassen worden waren, sondern nur Prälaten der katholischen Kirche, insbesondere der Erzbischof von L´Aquila Don Giuseppe Molinari, der die Aufgabe hat, jedes Jahr bei der Öffnung des "Heiligen Tors" die Messe zu lesen.

Außer dem Erzbischof von L'Aquila und anderen wichtigen Prälaten waren natürlich auch der besondere Sekretär Don George Gaenswein und der stellvertretende Sekretär für Allgemeine Angelegenheiten, Fernando Filoni, anwesend. Es fehlte nur Kardinal Tarcisio Bertone, der zu Hause geblieben war. Ratzinger hat ihn bei dieser Gelegenheit vor allen «meinen Staatssekretär» nennen wollen.
An weltlichen Autoritäten sollten ihm Guido Bertolaso, Leiter des Katastrophenschutzes, zur Seite stehen und Gianni Letta, Staatsuntersekretär des Ministerpräsidenten, der ihm – wir wollen annehmen – in privater Form gefolgt war, da seine Anwesenheit als Regierungsvertreter unvermeidlich als evidente und offene Verletzung der Rechte und Privilegien des Stadtbürgermeisters hätte aufgefasst werden können, der als einziger das Recht hat, den kirchlichen Autoritäten das Heilige Tor von innen  für den Zugang zum Tempel zu öffnen und welcher der einzige ist, der dieses nach Abschluss der Zeremonie der Perdonanza auch wieder schließen darf, nachdem die liturgische Prozession mit dem Erzbischof von L´Aquila, der die Heilige Messe zum Abschluss des Jubiläums gelesen hat, das zum ersten Mal vor 715 Jahren von Papst Coelestin V. gefeiert wurde, aus der Kirche ausgezogen ist.

In der Tat war auch Bruno Vespa dabei, der allerdings beschlossen hat, dem Papst nicht bei dem historischen und sehr privaten Treffen mit Coelestin V. zu folgen "...der Papst, der nach Dante "den großen Verzicht" übte," hat er in seinem Artikel festgestellt, "der Mönch aus dem dreizehnten Jahrhundert, der das Jubiläum vorausnahm und allen reuigen Sündern den Plenarablass gewährte, die sich zur Feier der Perdonanza am 28. August in die Basilika von Collemaggio kamen. Die Übergabe des Heiligen Pallium an die weltlichen Reste,  Abzeichen der päpstlichen Macht, beschließt auf unerwartete und sehr offizielle Weise einen Streit, der seit 715 Jahren dauert."

Es kann kein Zufall sein, dass Papst Benedikt XVI., der so weitsichtig ist und aufmerksam auf Rituale und Form der Zeremonien achtet, insbesondere auf die für die Gemeinschaft wichtigen und symbolträchtigen, eine Geste voll symbolischer Bedeutung sofort nach dem Besuch der beschädigten, leidenden Stadt vollzieht, und zwar genau die Geste, die jedes Jahr bei der Feier der Perdonanza ausgeführt wird.

An der Kirchenschwelle stehen die Feuerwehrleute, welche die Urne mit den Resten von Coelestin V. getragen haben, der bei dem Einfall der Apsis unbeschädigt geblieben ist.

Den Erzählungen der Journalisten nach, hat er drei Mal mit dem Ölbaumzweig an das Heilige Tor seitlich an der Kirche geklopft.
Vorsichtig hat er mit zarter Hand das schwere Tor geöffnet und eine kurze Weile war Papst Benedikt XVI. alleine mit dem gläsernen Sarg, der die weltlichen Reste von Coelestin V. enthält, dem einfachen Mönch, dem ''Papst des großen Verzichts' von Dante und Erfinder des Jubiläums.

Diese Bilder stammen aus der Webseite http://www.rinascimentosacro.com

Der Papst blieb einen  Moment aufrecht vor dem Sarg stehen und hat sich dann darüber gebeugt. Er hat den Sarg gestreichelt und schließlich, mit Hilfe von Pater George, das päpstliche Pallium darüber gelegt, das er am 24. April 2005 empfangen hat.

Danach legte der Papst auch den kurzen Umhang, den er seit seiner Ernennung zum Papst auf den Schultern trug, über die weltlichen Reste von Papst Coelestin V., die in der beschädigten Basilika von Collemaggio ausgestellt waren, als spätes, aber symbolstarkes Zeichen für alle, denen er die Anerkennung der allerhöchsten Rolle, die des "Papstes" (Pontifex), mitteilen wollte. Wie schon im Kapitel "Herz an Herz" erwähnt – hat dieser für die Römer die Aufgabe, eine Brücke zwischen Himmel und Erde zu schlagen (facere pontem), um diese zu verbinden und so den Frieden mit Gott (pax deorum) zu gewährleisten. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass sich am 6. April 2009 um 3.32 Uhr ein "neues Tor" geöffnet hat, genauso wenig wie die Geste von Papst Benedikt XVI. am 28. April 2009 keineswegs zufällig gewesen ist, der das Pallium verschenkt hat, dass er zum Hochamt zur kanonischen Amtsübertragung am 24. April 2005 getragen hatte und dass >gewollt anders< war, als das von Papst Wojtyla und den letzten Päpsten, da es die ursprüngliche Form aus dem 9. Jahrhundert besaß, weil es die Form des ursprünglichen Pallium besitzt, wie Monsignore Crispino Valenziano, der offizielle Berater für liturgische Feiern, denen der Papst vorsteht, in einem der Interviews erklärt, die er nach der Ernennung von Papst Benedikt XVI. gegeben hat.

Über die symbolische Bedeutung des päpstlichen Pallium

Monsignore Valenziano erklärte einem Interview am 23. April 2005 im Presseraum von Radio Vaticana vor den akkreditierten Journalisten, dass Benedikt XVI. beschlossen habe, bei der heiligen Zeremonie zur Amtseinführung den Akzent auf die >Dimensionen des Petrusamtes< zu setzen, die eines Hirten der Katholischen Kirche. Dabei berief er sich insbesondere auf die Aufgaben, die Simon aus Betsaida vom auferstandenen Christus gestellt worden waren, der an Jesus Wort glaubte und die Fischernetze zur Wunderwirkung auswarf. Dies werde auch durch die Wahl der Orte hervorgehoben, die für den Amtsantritt ausgewählt worden seien, insbesondere aber durch die Wahl der beiden Symbole >dem Ring< und >dem Pallium<, die der Papst Ratzinger als direkter Nachfolger Petri gewählt habe.

In einem Interview aus der Zeitschrift Repubblica - Espresso unter dem emblematischen Titel >die Reform hat schon begonnen< legte Benedikt XVI. diese Symbole selbst aus:
> Das Pallium < als Joch Christi, das verlorene Schaf, das aus inneren und äußeren Wüsten gerettet wird, wie Gott das Lamm gerettet hat, die Welt, die “vom Gekreuzigten und nicht von den Kreuzigern gerettet wird"
> Der Fischerring <, wie das Netz des Evangeliums, das die Menschen “aus den salzigen Wassern des Leidens und des Todes rettet an das helle Licht Gottes, zum wirklichen Leben”, und “habt keine Angst vor dem Ende" weiljeder von uns ist das Ergebnis eines Gedanken Gottes, jeder von uns ist gewollt, geliebt, nötig” und nicht etwa “zufälliges, sinnloses Ergebnis der Entwicklung”. 

Mit seiner außerordentlichen Leidenschaft für die Liturgie, so stellt Sandro Magister, Autor des Artikels fest, ist Benedikt XVI. zweifellos der Papst der großen Tradition aus Texte, Riten, Kunst, Musik. Auch das Zweite Vatikanische Konzil geht davon aus: die wichtigste Änderung, die allen im Gedächtnis bleibt, ist die liturgische Reform. Aber Ratzinger bemerkte sofort, dass dies wichtige Dinge umwerfen würde und zeigte dies an. Er schrieb sogar: “Das sind nichts anderes als Tote, die andere Tote begraben und das als Reform bezeichnen”. 

Über den Fischerring

Das erste Zeichen, mit dem der neue Papst seinen Amtsantritt als Petrusminister hat darstellen wollen, ist der Fischerring, der die drei Symbole darstelltdas Schiff mit den Netzen, zwei stilisierte Fischerdas Kreuz des Pallium.

"Er heißt ‘Fischerring’, weil Petrus der Fischerapostel ist, der Jesus Wort Glauben schenkt und das Netz mit einem reichem Fischfang an Land zieht erklärt das Amt für Liturgische Zeremonien in  einer Veröffentlichung.

Der Ruf an Petrus, Hirte zu werden, wie es im Evangelium steht, ergeht nach der Erzählung vom reichen Fischfang: Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand der auferstandene Herr am Ufer." "Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Erst nach mehreren Versuchen zog er das Netz ans Land und es war mit 153 großen Fischen gefüllt: und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht (Johannes 21, 11)" hat Benedikt XVI. in seiner Predigt während der Messe zu seinem Amtsantritt unterstreichen wollen.

Auch heute noch wird der Kirche und den Nachfolgern der Apostel geboten, auf die Meere der Geschichte hinaus zu fahren und die Netze auszuwerfen, um die Menschen für das Evangelium zu gewinnen – für Gott, für Christus, für das wahre Leben”.

Der Ring wurde Papst Benedikt XVI. während der Zeremonie von Kardinal Angelo Sodano in seiner Funktion als Vizedekan des Kardinalskollegiums überreicht.
Auf dem Ring ist Petrus zu sehen, der die Aufgabe übernimmt, die > Er < ihm aufgegeben hat, um die Brüder in ihrem Glauben zu bestärken und das Siegel für diesen Auftrag. In der Tat verschwindet mit dem Amtsantritt von Benedikt XVI. der Ring mit dem Edelstein.
Papst Ratzinger trägt stets den "Fischerring", der auch als Siegel auf einigen offiziellen Unterlagen erscheint (hat Monsignore Crispino Valenziano erklärt), der erst nach dem Todd es Papstes von seinem Finger gezogen und zerstört werden wird.

Über das Pallium von Petrus

Das zweite Symbol, das Benedikt XVI. gewählt hat, wird allen noch lange nach seinem Ableben vor aller Augen bleiben, da er darauf bestanden hat, dass auch sein Bild im päpstlichen Mausoleum zur Erinnerung an den 265. Papst abgeändert werde, um seine Stellung als Hirte der Ersten Kirche zu unterstreichen. Diesem direkten Nachfolger des Apostels Petrus des Fischers wird diese Rolle zuerkannt und wie sein Vorgänger ist er bereit, in die See der Geschichte zu stechen und die Netze auszuwerfen, um Menschen für das Evangelium – für Gott, für Christus, für das wahre Leben einzufangen. Dies hat er selbst mehrmals bei seinem Amtsantritt und auch später wiederholt und es wurde von seinen engsten Mitarbeitern und den liturgischen Beratern wie Monsignore Valenziano und Monsignore Marini bestätigt, welche die Zeremonie seines Amtsantritts kommentiert haben, die grundlegend > anders < war als alle anderen und den Willen des Papstes deutlich machte, die Rolle des 1. Papstes der Christenheit annehmen zu wollen, genauso wie die  liturgischen Folgen der beiden Symbole, die er an sich trägt.

"Das neue, von Benedikt XVI. gewählte Pallium ist – wie das vorhergehende – aus der Schafs-, aber auch aus Lammwolle, zur Erinnerung an das Johannisevangelium 21" hat  Monsignore Marini in einer der Konferenzen erklärt.
"Es hängt auf der linken Seite bis zu den Füßen herab und die Enden sind aus Seide, schwarz wie das schwarze Schaf".
" Es ist mit fünf roten Kreuzen aus gestickter Seide verziert und nicht mit sechs schwarzen, wie bei dem Pallium vieler seiner Vorgänger, weil jedes der fünf roten Kreuze einem der fünf Wundmale des Hirten entspricht, der sich für seine Schafe hat kreuzigen lassen.” 
"Das Pallium ist mit drei goldenen Nadeln (Acicula) verziert, zur Erinnerung an die drei Nägel (zwei an den Händen und einer an den Füßen), mit denen unser Herr Christus unter Schmerzen ans Kreuz geschlagen wurde. Die anderen beiden sind das Symbol für die Stachelkrone, die man ihm zum Hohn auf den Kopf setzte, und die Lanze, mit der ihn der römische Soldat tödlich in die Seite stach."

Die goldene Nadel scheint noch aus der Zeit zu stammen, als das Pallium eine einfache Stola war, die doppelt gefaltet und mit einer Nadel auf der linken Schulter festgesteckt wurde, wie scheinbar auch dieses Foto von Papst Wojtyla belegt, der anders als Benedikt XVI. nur eine Nadel auf der Höhe des Halses trug.


Das Pallium ist ein antikes bischöfliches Symbol aus reiner Wolle, das die römischen Bischöfe seit dem IV. Jahrhundert als Symbol des Joch Christi tragen, der “den Diener der Diener Gottes” auf den Schultern trägt, wie der Papst genannt wird.



Das Pallium war in den ersten Jahrhunderten des Christentums lang und auf der linken Schulter gekreuzt und wird in der westlichen Welt so seit dem IX. Jahrhundert nicht mehr getragen. Hier sehen wir es auf einem Bildnis von Papst Innozenz III. in Sacro Speco in Subiaco aus dem Jahr 1219.


Der Meister der liturgischen Feiern, denen der Papst vorsteht, Monsignore Guido Marini, hält es für wahrscheinlich, dass das < Pallium > von Innozenz III. einem "unbewussten Archaismus" entsprungen ist.
Diese Deutung wird auch von dem englischen Historiker mittelalterlicher Geschichte, Thomas F. Matthews bestätigt, der hervorgehoben hat, das die "ikonografische Absicht" des Bildes von Sacro Speco in Subiaco die sei, den Gründer des Christentums und seine Jünger als  "von der Welt gelöst " und bei dem "Unterricht einer anderen Welt" darzustellen, die in der späten Epoche des römischen Reiches normalerweise die der Philosophen war.
In der Tat war das Pallium (aus dem Lateinischen Pallium, Wollmantel) ursprünglich ein Mantel, den die Philosophen trugen und in der frühchristlichen Zeit wurden Jesus und seine Jünger mit diesem "Mantel" dargestellt, wie auf dem Bild von P. P. Rubens, das Simon Petrus (den ersten Papst) darstellt.

Es stellt den Guten Hirten dar, der sich das verlorene Schäfchen auf die Schulter lädt. Das Pallium soll das verlorene und wiedergefundene Schäfchen darstellen, aber auch die dreifache Antwort reiner Liebe auf die Frage des auferstandenen Jesus an Simon Petrus, er solle seine Lämmer und Schafe weiden (Johannes 21, 15-19).

In Ägypten definierte der Heilige Isidor von Pelusium (um 440) die bischöfliche Insignie unter dem Namen Omophorion, "das der Bischof auf den Schultern trägt", was erklärt, dass es aus Wolle und nicht aus Leinen ist, und erläuterte "es stellt die Haut des verlorenen Schafes dar, das der Herr suchte und, nachdem er es gefunden hatte, auf den Schultern nach Hause trug" (Isidor von Pelusium, Ep. i,136: Seite 78,721). 

Anfangs war es ausschließliches Abzeichen des Papstes, wurde dann aber vom Heiligen Vater auch den Metropoliten gewährt, die vom apostolischen Stuhl ab dem Jahr 513 eine besondere rechtliche Stellung erhielten, insbesondere zum ersten Mal durch Papst Symmachus an Caesarius, Bischof von Arles.

Als besonderes Zeichen der Nähe zum apostolischen Stuhl liegt das Pallium den Bischöfen um die Schultern wie ein Lamm, wird aber auch als liturgische Ehreninsignie und Abzeichen der Jurisdiktion vom Papst und von den Metropoliten in ihren Kirchen und denen ihrer Kirchenprovinz getragen.

Das Pallium, diese weiße Stola, ist in der Tat das Symbol der bischöflichen Gewalt.

"
Bischof sein, Priester sein" bedeutet >Christi Stellung< einnehmen, d.h. aus seiner gehobenen Sicht denken, sehen und handeln und so "von ihm ausgehend den Menschen zur Verfügung stehen, damit sie das Leben finden”.

Das Pallium, das das der Kardinal Protodiakon Jorge Medina Estévez dem Papst Sonntag, den 24. April 2005, auferlegte, erweitert sich nach links, nimmt die ursprüngliche Form wieder auf.

Diese liturgische Insignie, die die römischen Bischöfe seit dem 4. Jahrhundert tragen, wie die Mosaike von Sant’Apollinare aus Ravenna belegen, kann als “das Joch Christi angesehen werden, den der Bischof dieser Stadt, Diener der Diener Gottes, auf den Schultern trägt”, hat Papst Benedikt XVI. während seiner ersten päpstlichen Messe gesagt.

Das Joch Gottes ist der Wille Gottes, dem wir entsprechen – fügte er hinzu –. Dieser Wille ist für uns nur eine äußere Last, die uns drückt und die Freiheit nimmt. Gottes Willen erkennen, den Lebensweg vor sich sehen – das war die Freude Israels und sein großes Privileg”.

Das Pallium ist aber auch ein spürbares Zeichen des Zusammenhaltes der Kirche und der Gemeinschaft zwischen dem Sitz in Rom und den über die ganze Welt verstreuten Kirchen, wenn bei der Begehung der Hochfeier der Apostel Peter und Paul der römische Papst  den neuen Metropoliten ihr Pallium auferlegt. Seit dem doppelten Event des Martyriums der Heiligen Peter und Paul begannen alle Kirchen nach Rom zu schauen, als dem zentralen Bezugspunkt für die Einheit der Doktrin und der Kirche.

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt aus: "Innerhalb der kirchlichen Gemeinschaft gibt es besonders legitimierte Kirchen, mit eigener Tradition, die den Vorrang des Peterstuhls nicht angreifen, welcher der universellen Wohltätigkeitskommune vorsteht (vergleiche Hl. Ignatius M., Ad Rom., Vorw.: Funk, I, 252), sondern die legitimen Unterschiede schützt und bewacht, damit das, was besonders ist, nicht der Gemeinschaft schade, sondern eher nütze" (Dogm. Konst. Lumen Gentium, 13).

Benedikt XVI. hat das lange, auf der linken Schulter überkreuzte Pallium, das bis zum 9. Jahrhundert verwendet worden war, wieder eingeführt, aber die Form des Pallium der Erzbischöfe nicht geändert, dessen beide Enden auf Brust und Rücken hängen.

Über die neue Form des Pallium und die Anzahl der Kreuze

Das Pallium der Tradition hat der Papst in den ersten drei Amtsjahren getragen, aber dieses wurde durch ein Pallium ersetzt, das denen gleicht, das die Päpste in der Vergangenheit trugen.

Das Pallium, das der Papst zu Anfang seines Amtes trug – so Monsignore Valenziano – hat in der Tragweise verschiedene praktische Probleme mit sich gebracht; daher trägt der Papst seit dem Hochamt am 29. Juni 2009 (Hl. Peter und Paul) wieder das "Y-förmige" Parament der Metropoliten, das allerdings länger und breiter ist und erneut > 6 rote Kreuze < hat, anstatt der früheren >5< des archaischen Palliums, das er für den Tag seines Amtsantritts gewählt hatte.


Seit dem 29. Juni 2009 sieht das Pallium, das Benedikt XVI. zu den liturgischen Hochfeiern trägt, wieder anders aus. Das vom Papst zum Hochamt der Heiligen Peter und Paul getragene Pallium hat wieder die Rundform und die beiden Enden, die auf Brust und Rücken herunterhängen. Dieses Modell wurde erstaunlicherweise schon am Fuße seines Wappens wiedergegeben, vielleicht eine kryptische
> Weissage <
weil es dem zum ersten Mal 2008 getragene Pallium deutlich ähnlich sieht, gleich als ob er die "Intuition" gehabt hätte, im dritten Jahr nach seiner Wahl zum Papst ersetzt zu werden.


Es ist breiter und länger, hat aber die ursprüngliche rote Farbe der >6 Kreuze<, die es zieren, haben die Form von 4 gleichschenkligen Dreiecken, die sich in der Mitte treffen.


"Es handelt sich um die Weiterentwicklung des lateinischen Palliums, das bis zu Papst Johannes Paul II. verwendet wurde, das durch 4 schwarze Kreuze auf der Brust und 2 auf dem Rücken verziert war", erläutert der Meister der liturgischen Feiern, denen der Papst vorsteht, Monsignore Guido Marini in einem Interview mit dem "Osservatore Romano", als ein Journalist um  historische und liturgische Aufklärung über die neue Insignie bittet und den Grund, der den Papst dazu gebracht haben, eine solche Wahl zu treffen und welche Unterschiede es zwischen dem päpstlichen Pallium und denen gäbe, die der Papst seinen Metropoliten auferlegt.


" Der Unterschied bleibt auch bei dem neuen Pallium erhalten. Das Pallium, das Benedikt XVI. ab der Hochfeier der Heiligen Peter und Paul tragen wird, entspricht eher dem Pallium, das Johannes Paul II. benutzte, wenn dieses auch länger und breiter und mit fünf roten Kreuzen bestickt ist. Der Unterschied in der Form zwischen dem päpstlichen Palliums und denen der Metropoliten unterstreicht den Unterschied der anders gearteten Jurisdiktion, welche diese Insignie darstellt."

Die Reform der Reform hielt ein

> Die Rückkehr zum antiken Pallium <

Diese  Unterschiede (die breitere Form und die 6 roten Kreuze statt der 6 schwarzen) stellen – nach Meinung der Kurie – den Unterschied zwischen der Jurisdiktion des Papstes und denen der Erzbischöfe dar, aber das scheint nicht in der  Absicht von Benedikt XVI. gewesen zu sein, ein bequemeres Parament zu tragen oder eine andere Jurisdiktion durch die unterschiedlichen Farben und die Form der 6 Kreuze des Pallium anzuzeigen, wie auch der > Wechsel des Bischofstabs < belegt, der die Form eines griechischen Kreuzes hat und schon Pius IX. gehörte, den Benedikt XVI. zur Feier Palmsonntag des gleichen Jahres benutze – die der Papst heute ständig verwendet, und mit diesem den silbernen ersetzt hat, auf dem sich ein Kreuz befand, den Paul VI. eingeführt hatte, der auch von Johannes Paul I., von Johannes Paul II. und von > Ihm selbst < benutzt wurde.


Es wäre wirklich eine zu starke Vereinfachung und irreführend dazu, eine solche > Wahl < mit der normalen Abwechslung der liturgischen Paramente abzutun und es schlicht und einfach als > Rückkehr zu den antiken Werten< zu bezeichnen wie die liturgischen Berater des Papstes – als Beweis für die Kontinuität, die Verwurzelung mit den Traditionen, die den ordentlichen Weg der Geschichte ermöglicht. Diese Argumente erschienen zu inhaltlos und wenig überzeugend, weil man sich nicht darauf beschränkt hat, ein > unbequemes Parament < beiseite zu legen und das Pallium wieder einzuführen, das die Vorgänger schon benutzt hatten. 

Die Form hat sich geändert, insbesondere aber auch die Farbe und die Form und damit die gesamte numerische und geheimnisvolle Symbologie der Kreuze, die jedes aus > 4 gleichschenkligen Dreiecken < gebildet sind, und damit einer ganzen Reihe von Zahlen entsprechen, die an eine präzise esoterische und mysterische Symbologie gebunden sind > 3 Seiten jeden Dreiecks x 4 = 12 x 6 = 72 <> wie die 72 Engel der Tradition. 

Wie bekannt, hat Benedikt  XVI., seit seiner Ernennung zum  Papst, immer den richtigen Kult Gottes gepriesen, der liturgisch gesehen auch durch andächtige Gesten ausgedrückt wird, durch die fromme Verwendung der richtigen Paramente, die bei der  richtigen Gelegenheit getragen werden, durch die religiöse Andacht, insbesondere aber auch durch die Verwendung antiker Paramente aus der Vergangenheit, im Respekt ihrer antiken Bedeutung und ihrer unveränderten Funktion, wie im Fall des Pallium der Tradition, durch das der neue Papst ausschließlich mit Petrus < dem ersten > Gründer der Kirche des gekreuzigten Jesus identifizieren werden soll.

Dies sind Überlegungen der Kurie und der Liturgie, die nicht ganz zum > Zuschnitt im Stil Petrus < passen, den Benedikt XVI. seinem Amt von Anfang an hat geben wollen und zum Fest der Heiligen Peter und Paul entschieden hat ändern wollen, wie sein Wunsch zeigt, im Mausoleum der Päpste > sein Bild < zu ändern, damit er den Nachkommen nicht mehr mit dem > Hirtenmantel < der ersten Päpste in Erinnerung bleibt, sondern mit ganz anderen Symbole und spirituellen Werten.


PETRUS, 1. < PAPST > BENEDIKT XVI

Der wahre Zweck des 265. Papstes schien anfänglich > anders< , wie die Geste, Coelestin V. das antike Pallium zu schenken beweisen würde, das er zu seinem Amtsantritt getragen hatte, ein Parament, das ausdrücklich nachgewebt worden war, gepflegt in den geringsten Einzelheiten, mit dem er dem bescheidenen Mönch dem Heiligen Petrus Coelestin nicht nur die Rolle eines Papstes zuerkannte, aber – davon sind wir nach einer aufmerksameren und tieferen Analyse der Zeremonie des 28. April 2009 in L´Aquila überzeugt – sondern auch die eines Gründungsvaters wie  < Petrus > der Kirche Christi, wobei er in < Petrus da Morrone > den wirklichen Nachfolger des 1. christlichen Papstes erkannte.

Benedikt XVI.
war am 24. April 2005 fest davon überzeugt, ein bleibendes und symbolträchtiges Zeichen über sein Verbleiben auf Erden in der Geschichte der Päpste setzen zu wollen, unterstrich während seiner Antrittszeremonie, die Dimension im Stil "Petrus” seiner Berufung und wählte zwei Symbole ( den Fischerring und das Pallium der Tradition), die niemanden über seine Absichten im Unklaren ließen.

Bei seinem Amtsantritt hatte Papst Ratzinger – wie mehrmals von Monsignore Valenziano unterstrichen wurde – kein Geheimnis aus seinem Willen gemacht, sich seinem Amt >mit Leib und Seele< wie Simon Petrus widmen zu wollen und hatte die rituellen und formellen Unterscheide unterstrichen.

Der neue Papst hat allen deutlich klargemacht,  welche > Rolle < er spielen wollte, und seine feste Absicht, sich mit Petrus > dem Gründerpapst < identifizieren zu wollen.

Während einer Pressekonferenz erklärte Monsignore Crispino Valenziano, Berater des Amtes für liturgische Feiern, denen der Papst vorsteht, auf die gleiche, eindeutige Weise, die wichtige Botschaft dieser Geste:

> "Benedikt XVI. ist nicht als Nachfolger Johannes Paul II. gewählt worden, sondern als Nachfolger Petrus” < 

Die Initiationsriten
der Päpstlichen Stuhlbesteigung von Benedikt XVI. waren in der Tat voller symbolischer Neuigkeiten, nicht nur während des Hochamtes an diesem Sonntag, sondern auch in anderen Gesten, die der Papst vor und während der Messe vollzogen hat.

Diese Riten sind vom neuen Papst wenige Stunden nach seiner Wahl durch das Kardinalskollegium zum 265. Nachfolger des Apostels Petrus bestimmt worden.

Das Hochamt zu Beginn seines Amtes hat in der Tat die Krönung und das Aufsetzen der päpstliche Tiara ersetzt, die seit Paul VI. (1963-1978) abgeschafft worden waren. Eine der wichtigsten Neuigkeiten zu Anfang der Messe an diesem Sonntag war der Besuch des apostolischen  al “Tropheum”, wo sich das Grab des ersten Bischofs von Rom unter dem Baldachin befindet.                                                  

Der Liturgiker des Päpstlichen Liturgischen Institutes Sant'Anselmo hat erklärt, früher wären die Päpste entweder in der Sixtinischen Kapelle oder in der Basilika gekrönt worden.

Papst Benedikt wollte hingegen auf dem Petersplatz sein Amt antreten – und nicht gekrönt werden – “weil dies der Ort des Martyriums von Sankt Petrus ist” und nicht aus logistischen Gründen -  hat er erklärt.

Valenziano, der auch Mitglied der Päpstlichen Kommission für Heilige Archäologie ist, stellte fest, dass die Messe an diesem besonderen Sonntag mit einer “Statio” oder Station am Grab des Heiligen Petrus begann, um dafür zu beten, dass Petro dort beginne, wo Petrus ist”. Zu dem Zweck, diese symbolträchtige Geste auszuführen, ist Benedikt XVI. , begleitet von den orientalischen Patriarchen, zum Beichtaltar der Basilika von San Pietro bis zum sogenannten “Tropheum” hinunter gestiegen, wo sich das Grab des ersten Papstes befindet.

In diesem Moment haben zwei Diakone die zwei Symbole aufgenommen, die der Papst empfangen sollte: den "Fischerring” und das "Pallium”, das die ganze Nacht auf dem Grab Petrus gelegen hatte. 

Der Stil des Hl. Petrus der verschiedenen rituellen Vorgänge schien uns daher klar und deutlich, wie für alle, die mehr oder weniger versteckte Symbole verstehen, wie der heutige Papst, der ein feiner Kenner und deutlicher Ausleger solcher Symbole ist. Man braucht dazu nur die Vorgänge des 24. April 2005 aufmerksam zu analysieren.

Über die Wahl der Kreuze

Es gibt auch bei der Wahl der >Kreuze< einen symbolischen Unterschied, die auf die verschiedenen Pallien gestickt worden sind.



1)
Auf dem Pallium mit schwarzen Kreuzen, das Johannes Paul II. trug und die Metropoliten noch heute tragen, bestehen die Kreuze aus einem stilisierten griechischen Kreuz dreieckiger Form, die in einem Trichter enden.

2) Auf dem  archaischen Pallium mit 5 roten Kreuzen, wie es Benedikt XVI. am Tag seines Amtsantritts trug, finden wir ein ein stilisiertes griechisches Kreuz, das an der Stelle, wo sich die beiden Segmente kreuzen, leicht schmaler wird.

3) Auf dem modernen Pallium mit den 6 roten Kreuzen, wie es seit Juni 2008 getragen wird, finden wir ein Malteserkreuz, wie auf dem obigen Schema unter Nr. 12 dargestellt, allerdings anders als die bekannte Form mit den 8 Spitzen.

Es erscheint hingegen perfekt < identisch> mit dem Kreuz, das im Wappen des 30. Grades der schottischen Freimaurer zu finden ist.


Es wäre wirklich sehr interessant, die symbolischen und mysterischen Gründe herauszufinden, die Papst Benedikt XVI. dazu gebracht haben, dieses Modell des < roten Kreuzes > zu wählen, das in der schottischen Freimaurerei den > der Große Erwählte Ritter KadoshRitter des Schwarzen und Weißen  Adlers bezeichnet.

Der Kadosh ist der "Heilige", der "Reine", der die Schwelle der höchsten Initiation überschritten und die extreme Konsequenz der Loslösung von allen gleich wie gearteten psychologischen, spirituellen, philosophischen Einflüssen. 

Er ist "der Soldat des Ewigen, der jede Nabelschnur zur Welt durchschnitten hat ", oder besser, der Freimaurer, der das Ziel der absoluten geistigen und spirituellen Befreiung unter absoluten Bedingungen durch die geistige Praxis umgesetzt hat, die "in vollem Geist der Unabhängigkeit sich loslöst von der Unterwerfung aller Ideen, die er mit dem religiösen Glauben oder durch sozio-politische Bildung erworben haben mag", genau wie die alten Tempelritter, die als gnostische-manichäische Heretiker galten, weil ihre "Kenntnisse" aus ihrer Zeit zwischen dem XI. und XII. im Heiligen Land stammten, was die katholische Kirche (nicht aber den französischen König) dazu brachte, sie wegen der Tiefe ihrer Kenntnisse zu verfolgen, auch nachdem der Orden offiziell im Jahr 1312 durch Klemens V. aufgelöst worden war.

Es begann also mit dem Pallium, das die archaische Form aus vergangenen Jahrhunderten hatte, um dann zu beschließen, dass dieses durch ein vollkommen anderes ersetzt werden sollte, das nicht nur in der Form, sondern auch in der Farbe der Kreuze, unlösbar an die Tradition der Freimaurer und der Tempelritter gebunden ist.

? Das Ende eines Zyklus und der Beginn eines NEUEN ?


Wenn Papst Ratzinger, gleichzeitig mit dem Pallium nicht auch den Bischofsstab von Papst Pius IX. gewählt hätte, der den furchtbaren Kirchenbann gegen die Freimaurer aussprach, hätte man meinen können, Benedikt XVI. hätte, wie andere Päpste vor ihm, eine besondere Vorliebe für die Freimaurer- Liturgie und Riten, und wolle diese durch die gleichen Symbole ausdrücken, die für immer und ewig auf den Steinen so vieler christlicher Kirchen eingeschnitten sind, wie die Basilika von Collemaggio, die Coelestin V. gewünscht hatte, oder die Basilika von Assisi, die von Frate Elia geplant worden ist; beide Kirchen wurden unter der Leitung der Magistri comacini erbaut, wie das Grab auf dem Friedhof hinter der Basilika von Assisi belegt, das wahrscheinlich Mastro Ciccolo di Becca, 1330 gestorben, zugeordnet werden darf, auf dem eine unglaubliche Anzahl Freimaurer-Symbole angebracht sind: das Rosen-Kreuz neben Zirkel und ein Stemmeisen und, noch einmal, ein achtzackiger Stern.



Wir können dieses Thema hier nicht vertiefen und Rätsel lösen oder verkappte Botschaften deuten, die von den Kleidern und Paramenten des Papstes ausgehen, der bewiesen hat, die gnostisch-manichäischen Häresien genau zu kennen und die gleichen "Kenntnisse" zu besitzen, welche die Templer bei ihrem Aufenthalt in Palästina erlernt hatten. Diese Kenntnisse hatten sie sicher Pietro da Morrone, dem zukünftigen Papst Coelestin V. während des Baus der Basilika von Santa Maria in Collemaggio und des Fußbodens mitgeteilt, der zum Labyrinth der Drei 888 führt, das so viele Jahrhunderte lang versteckt und verborgen wurde.


Genauso wenig ist dies der Ort, um an die Gründe zu erinnern, die Friedrich II. und die Templer dazu gebracht hatten, an einem ebenso strategischen und symbolischen Ort L´Aquila zu erbauen,  deren Geschichte genau umgekehrt auszulegen wäre, als es bisher fälschlicherweise getan worden ist, indem man die richtige Perspektive der Tatsachen gewollt und nachhaltig eingrenzte, um die wahren Gründe zu verbergen, welche die Templer dazu gebracht hatten, diese machtvolle und einzigartige Beschleunigungszentrale menschlicher Zellen für alle zu erbauen, die – nach Reinigung des Körpers und des Geistes (s. Perdonanza) – bereit waren, ihre ganz besonderen und kraftvollen kosmische Energien zu empfangen.



Diese Zentrale
wurde Jahrhunderte lang ausgeschaltet und in eine einfache Kirche verwandelt, sorgfältig als barocke Kirche aufgemacht, wobei man sogar das berühmte Labyrinth versteckte, um zu verhindern, dass das >Geheimnis der Drei 888< entdeckt wurde, der zu dem >initiatischen Weg< auf dem Fußboden führt, wie ich persönlich zusammen mit Eddy Seferian feststellen konnte, einem Sensitiven armenischer Abstammung, mit dem ich die Basilika am 26.09.2007 zum ersten Mal besuchte.

Es ist hier angebracht, die verschiedenen Botschaften und Symbole zu deuten, die Papst Benedikt XVI. während der rituellen Zeremonie der Übergabe des päpstlichen Pallium an Papst Coelestin V. gewollt ausgesendet hat.

Symbolische Auslegung der Übergabe des Päpstlichen Palliums an Papst Coelestin V.

War es wirklich die Absicht von Papst Benedikt XVI, Collemaggio und Coelestin V. zu "verzeihen", wie die lokale Zeitung "L'Aquila Nuova" unterstrichen hat, um einen 715 Jahre andauernden Streit auf unerwartete und offizielle Weise abzuschließen, wie Bruno Vespa berichtet?

Bei einer aufmerksameren Analyse der Zeit und Art, die Benedikt XVI. und die Kurie aus Rom und L´Aquila gewählt haben, um die symbolische Begegnung der beiden Päpste zu begehen, geht eindeutig hervor, dass zu viele Dinge zusammenkommen, um schwerlich das Ergebnis absoluter Improvisation zu sein.

Man erkennt auf den ersten Blick, dass jede Einzelheit dieser Zeremonie aufmerksam gepflegt wurde, die nichts Improvisiertes und Spontanes an sich hat, wie man hingegen den Media und den wenigen Anwesenden hat einreden wollen.

- Dieses Bild wurde wenige Minuten vor der Ankunft des Papstes aufgenommen und  zeigt das Heilige Tor offen stehen und den Monsignoree, der die Feuerwehrleute seitlich links und rechts des Heiligen Tors aufstellt, vier auf jeder Seite, damit sie den Heiligen Vater zu "acht" empfangen konnten, die heilige, symbolträchtige Zahl von L´Aquila.

- Der Papst steigt aus dem von Bertolaso gefahrenen Kleinbus in Anwesenheit weniger Personen und klopft – so berichtet die Chronik des Vatikans – drei Mal mit einem Ölbaumzweig an das Heilige Tor, das in der Zwischenzeit geschlossen worden war, während das Tor entsprechend jahrhundertelanger Tradition symbolisch nur durch den Bürgermeister geöffnet werden darf, dem einzigen, die die Autorität dazu hat, und zwar erst nach der Verlesung der Bulle, die Coelestin den Kommunalbehörden anvertraut hat, die bei der  Begehung dieser Feier den Bischof und den Klerus zur Öffnungszeremonie des Heiligen Tors einladen.

- Die Berichte erzählen, dass seine Hand den schweren Torflügel geöffnet hat und dass Papst Benedikt eine kurze Weile mit dem Glassarg alleine war, der die weltliche Reste Coelestins enthält, dem einfachen Mönch, dem ''Papst des großen Verzichtes' von Dante und Erfinder des Jubiläums. 

Der Pontifex verharrte eine Weile aufrecht vor dem Sarg und hat sich dann darüber gebeugt. Er hat den Sarg gestreichelt und mit der Hilfe von Pater George, das päpstliche Pallium, das er am 24. April 2005 bei seiner Ernennung zum Papst empfangen hatte, darüber ausgebreitet.

- Eine rührende Zeremonie, wie es der sehr sensible Papst wahrscheinlich wollte, der als genauer Kenner der  Rituale immer aufmerksam auf deren Tragweite achtet. Er hat seiner eleganten Geste sicher eine stark geistliche und symbolische Bedeutung geben wollen, deren wirkliche Tragweite bestimmt nicht allen deutlich geworden ist, denn leider hat man der Botschaft des Papstes an die christliche Gemeinschaft und den Klerus, der seinen Vorgänger so stark bekämpft hat, wenig Wichtigkeit beigemessen.

Wir sind in der Tat davon überzeugt, dass er eine präzise Botschaft bekannt geben und eine Lichtbrücke zum anderen Ufer schlagen wollte, an das sein Vorgänger ungerechterweise verbannt worden ist, indem er seine, trotz der Mönchskutte nie verlorene Qualifizierung anerkannte.

Welche symbolische Bedeutung hat die Geste von Benedikt XVI?


Hiermit möchten wir aber auch noch eine andere symbolische Auslegung des Verhaltens von Benedikt XVI. während seines Besuchs am 28. April 2009 und seiner Entscheidung an diesem Tag anbieten, an den sich sicher nicht nur die Einwohner von L´Aquila erinnern, sondern die weltweite Christenheit.



Im Film "Der Club der toten Dichter" lädt der Lehrer den Schüler ein, auf das Pult zu klettern und sich um 360° um sich selbst zu drehen, bis er wieder in der zu Beginn eingenommenen Stellung dasteht. Die Wirklichkeit, erklärt der Lehrer, muss immer von allen Seiten aus betrachtet werden, und man soll keine scheinbaren, wenn auch überzeugenden Wahrheiten als gegeben annehmen. Das ist der Fall der Geste von Papst Benedikt XVI., die auch in dieser Perspektive gedeutet werden sollte. Hinter der > um 360° gedeuteten und interpretierten > Geste könnte man unglaubliche und zu verschweigende Wahrheiten entdecken.


PIETRO 1. > PAPST< COELESTIN V

- Dem Bischof Pietro Angeleri da Morrone, einem einfachen Eremiten, das eigene und persönliche päpstliche Pallium darbieten, das ihm selbst, Benedikt XVI, am Tag seines Amtsantritts auferlegt worden war, und das in L'Aquila, im Inneren der Basilika, in der Coelestin V. zum höchsten Amt erhoben worden war, auf das er nach eigenem Willen schnell wieder verzichtete, hat eine präzise und unmissverständliche Bedeutung.

-        Es handelt sich um eine >symbolträchtige Geste<, fern aller politischen Implikationen und Beziehungen zu geistlichen oder zeitlichen Mächten, die Coelstin V. und seinen Nach- und Verfolger Bonifaz VIII. wegen der unterschiedlichen Art, die Beziehung zu Gott und zu den Gläubigen zu verstehen, trennten, mit der weder >gerechtfertigt< noch >vergeben< und auch nicht Recht gesprochen werden sollte.

- Der Papst hat Pietro da Morrone mit seiner Geste sicher "verziehen" – wie der Journalist behauptet, von dem die Überschrift dieses Kapitels stammt – sich von der Kirche in Rom entfernt zu haben, allerdings nicht den den weltlichen Zuschnitt super partes, den er der Zeremonie der Perdonanza gegeben hat, als er "die Bulle" den Kommunalautoritäten anvertraute und damit ihre ausschließliche Autonomie und Jurisdiktion über die Basilika und die eucharistischen Feiern zur Öffnung des Heiligen Tors.

- In der Tat hat die römische Kurie zwar ausdrücklich den >privaten Charakter< dieser Begehung erklärt, aber wir nehmen wegen der o.g. Gründe und der Form und Art, wie sich die Begegnung zwischen Benedikt XVI. und Coelestin V. abgewickelt hat, dass der Papst den Kommunalbehörden damit ein präzises Signal geben wollte, die unentschuldigt fehlten und nicht bereit waren, die moralischen und politischen Auswirkungen zu erkennen, die das Fehlen des Bürgermeisters mit sich brachte.

- Diese symbolische und politische Bedeutung ist sicher von allen die das Gespür haben, verstanden worden ist, nicht allerdings vom Bürgermeister und den lokalen Autoritäten, die unentschuldigt fehlten, obwohl sie sicher von der Absicht Benedikts XVI. informiert worden waren, der sich – nach einem Rundgang durch alle erdbebengeschädigten Orte – in die Basilika von Collemaggio gegangen ist, um Coelestin V. die Ehre zu leisten.

- Der Pontifex war nicht mit seinem offiziellen Wagen mit dem päpstlichen Wappen angereist, wie es seine Gewohnheit ist, sondern in einem rustikalen Kleinbus, einer Art "modernem Eselchen", womit er wahrscheinlich die gleiche symbolische Botschaft aussenden wollte wie Coelestin V., der den Einzug Jesus in Jerusalem nachvollzog, um zu zeigen, dass die von Joachim von Fiore vorausgesagte, stark erwartete "Zeitalter des Heiligen Geistes" gekommen sei.

- Sich nicht vom Bürgermeister empfangen lassen, dem einzigen, der die ausschließliche Aufgabe hat, das heilige Tor zu öffnen, sondern von den acht Feuerwehrleuten, die an beiden Seiten des Tors aufgestellt worden waren, nachdem sie die Urne mit den weltlichen Resten Coelestins V. getragen hatten, die glücklicherweise nicht durch den Einfall der Apsis beschädigt worden war!?

- Sich vor das gleiche
Heilige Tor begleiten lassen, das Coelestin V. bei seiner Ernennung zum Papst im Jahr 1294 geweiht hatte, und die gleiche Geste wiederholen, die am Tag der Perdonanza jeden 28. August seit 715 Jahren mit einem Zweig des gleichen Baumes begangen wird, mit der Jesus von der jubelnden Bevölkerung in Jerusalem empfangen wurde. Drei Mal anklopfen, wie die heilige Zahl, mit der wir am dritten Tag Ostern feiern, die Neugeburt Jesus, des Gottessohnes, der als "Heiliger Geist" ersteht und nicht als Mensch, um den 1. Stein der "Neuen Geistlichen Kirche" zu legen, die ihren Schwerpunkt nicht mehr in Rom, sondern in L´Aquila hatte.

-Drei Mal mit dem gleichen Ölbaumzweig anklopfen, mit dem Petrus zum 1. Mal an das Tor geklopft hatte, das er selber dann weihte, und sich nicht von den höchsten Kommunalbeamten von L' Aquila öffnen lassen, wie es seit Jahrhunderten Gang und Gäbe ist.

-Persönlich die Torflügel öffnen, mit Hilfe des Sekretärs, ohne es für nötig zu erachten, den Bürgermeister der Stadt hinzuzurufen, wie es vorgesehen ist, weil dieser, damals wie heute, der einzige ist, der von Coelestin das Recht bekommen hatte, das Heilige Tor
zu öffnen.

-Das päpstliche Pallium abgeben, den Umhang, der im selbst vier Jahre vorher, am Tag seiner Ernennung zum Papst, aufgelegt worden war, Abzeichen und Symbol des Papsttum ist,, desjenigen, der dazu erwählt wurde, um "facere pontem", "eine Brücke zu schlagen", um die Begegnung zwischen Himmel und Erde zu fördern und "pax deorum" (den Frieden mit Gott) zu gewährleisten.

- Benedikt XVI., wohl bewusst der der archaischen Bedeutung, die dem amtierenden "Papst" von den christlichen Gemeinschaften beigemessen wird, hat der Gestalt von Coelestin V. die gleiche Bedeutung geben wollen und dem Papst des großen Verzichts in der Tat die Rolle des Fährenmannes der Wahren Christenheit von Jesus und seinen Jüngern zusprach, insbesondere aber die Rolle von Simon Petrus, dem 1.  Papst, da er in seinem Leben und durch seine Werke bewiesen hatte, die "Trennung von der Welt" und die "Lehren einer anderen Welt" zu besitzen, welche die Römische Kirche verloren hatte und nicht mehr in der Lage war, zu übermitteln.

- Den Heiligen Mantel, ein symbolträchtiges Parament, auf den hermetisch versiegelten Sarg legen, weil es nicht möglich war ihn direkt, wie es das vatikanische Ritual vorsieht, direkt um die Schultern >des gerade ernannten Papstes< zu legen, dessen weltliche Reste sich in diesem Sarg befinden. Die weltlichen Reste des Heiligen Peter Coelestin trugen bis zum Zeitpunkt dieser symbolischen "neuen Weihung" die Paramente eines Bischofs und nicht die eines >Papstes<, weil es sein Nachfolger, Bonifaz VIII., befohlen hatte, als der Körper dem Volk zur Schau gestellt wurde, da er entschieden hatte, dass diesem die päpstlichen Insignien nach dem Kirchenrecht nicht zustanden. In der Tat hatte er ja auf sein Amt verzichtet – als erster Papst in der Geschichte – und damit auch auf den Titel und alle Vorrechte dieses Grades, sowie die daraus abgeleiteten Ehren, die seiner Leiche zugekommen wären, die mit den päpstlichen Kleidern und Symbolen hätte begraben werden müssen!?

- Bedeutet das eigene, persönliche Pallium mit den 5 Kreuzen (wie die 5 Wundmale Jesus) in der archaischen Form nach Innozenz III. abgeben, das ihm bei seiner Ernennung zum Papst am 24. April 2005 aufgelegt worden war, das Pallium, das bei der Hochfeier der Heiligen Peter und Paul am 29. Juni 2008 durch ein anderes ersetzt werden sollte, auch mit roten Kreuzen, aber >6<, nicht >5> und in der anderen Form und mit einer anderen symbolischen Bedeutung, das Ende einer Art, an die Beziehung zwischen dem Hirten und seinen verlorenen Schafen zu denken aber auch, das 700 Jahre vorher verlorene Schaf wiederzufinden!?

- Das Pallium ist in der Tat nicht nur eine liturgische und juristische Ehreninsignie, die der Papst und die Metropoliten-Erzbischofe in ihren Kirchen und Kirchenprovinzen tragen, sondern auch das Symbol des verlorenen und wiedergefundenen Schafs, das der gute Hirte auf den Schultern trägt, und das gekreuzigte Opferlamm, das die Menschheit errettet, wie Coelestin, der sehr wohl wusste, dass er sich mit seinem Verzicht auf den Weg des Martyriums begab.

- Benedikt XVI. hat, indem er die heilige Stola abgab, welche die ersten Päpste schon getragen hatten, die er insbesondere ausgewählt und zum >1. Mal< bei seinem Amtsantritt als direkter Nachfolger des 1. Papstes Petrus getragen hatte, durch das Herschenken dieses einzigen und unersetzlichen Exemplars seinen Willen gezeigt, die Lebensgeister der beiden Hirten und Fährmänner von Seelen vereinen zu wollen, > Simon Petrus < und > Celestino <, den zwei großen Päpsten, indem er eine Lichtbrücke zwischen den beiden Ufern, den beiden Epochen schlug, die für die Christenheit des Anfangs genauso viel Bedeutung hatten, wie es sich der Gründer gewünscht und gedacht hatte.


- Benedetto XVI hat so die Herzen der beiden Päpste und Märtyrer vereint, und ist damit wieder der >265. Papst< geworden, wie alle seine Vorgänger. Er hat sich wissentlich und demütig auf die Seite gestellt, und sich nicht mehr mit Petrus identifizieren wollen, wie das Bild zeigt, das er sich im runden Mosaik gewünscht hat, dem letzten der Reihe, die rund um das Gebälk im Inneren des Kirchenschiffs des Mausoleums der Päpste läuft, der Höchsten Päpstlichen Erzbasilika von San Paolo extra moenia, wo die 265° Päpste abgebildet sind, von Petrus bis zu unserem heutigen.

- Es wäre zu minimalistisch – wie es eine katholische Webseite getan hat – dies eine intelligente Art und Weise zu nennen, um sich eines Paramentes zu befreien, das einen so hohen geistigen und liturgischen Wert hat, und den möglichen negativen Einfluss von Monsignore Marini zu umgehen, insbesondere aber auch Monsignore Valenziano, der als der geheime Vater, das < schwarze Schaf > der Kurie gilt, dessen schlimmem Einfluss sich Papst Ratzinger endlich entzogen hätte, indem er die Form des Palliums änderte und sein Bild mit dem Pallium der Tradition im Mausoleum der Päpste abnehmen ließ.

- Der Papst
hat sich- nach einer aufmerksameren Deutung seiner Entscheidung, sein Bild mit dem Symbol des Palliums der Tradition zu schmücken – der Geschichte nicht mehr mit dem
Pallium der archaischen Form stellen wollen, mit dem er anfangs abgebildet worden war.

- Benedikt XVI. hat mit großer Demut erkannt, dass nach seinem Geschenk an Coelestin V. , sein Bild im Mausoleum der Päpste geändert werden müsse, weil er – mit dieser symbolischen Geste  - implizit eingestanden hatte, Coelestin stehe es zu, sich mit >Petrus< zu identifizieren, dem Papst, der die ursprüngliche Kirche neu gegründet hatte, indem er sie von den Grundlagen an reformierte und das Schwergewicht von Rom nach L´Aquila verlegte <> von der Basilika auf dem Petersplatz zur Basilika von Santa Maria in Collemaggio.

- Benedikt XVI. hat mit seiner symbolischen Geste, die sehr stark mit der gleich symbolischen Geste seiner Ernennung zum Nachfolger Petrus gebunden ist, an die Worte von Matthäus (XVI, 18) erinnern wollen:

"Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen."

- Dieser Bibelspruch hat ganz sicher auch Frate Elia inspiriert, als er den Bau der Basilika von Assisi auf dem "Colle dell´Inferno" (Höllenhügel) begann, der von Elia dann in "Colle del Paradiso" (Paradieshügel) umbenannt wurde, der damit den Hinweisen des Heiligen Franz von Assisi folgte, der einmal gesagt hatte " dies wird eines Tages der "Zugang zum Paradies" >die Tür des Himmels< oder besser "Ianua coeli".


- Der Papstwollte die Basilika von Coelestin in L´Aquila nicht nur mit dem Petersdom in Rom, sondern auch mit der Kirche des Heiligen Franz in Assisi verbinden, Basilika von Santa Maria in Collemaggio, die desgleichen auf einem >Hügel< erbaut wurde und >nicht zufällig< durch päpstliche Entscheidung wieder zur >Kathedrale< der Stadt wurde, wobei er ein unlösliches Band zwischen den Drei Pfeilern der Christenheit und den Kirchen legte, die zu der Bau  beigetragen haben, indem sie den >Grundstein< dieser drei Spirituellen Zentren legten.


- Genauso symbolträchtig war auch die Entscheidung, die Feuerwehrleute zur Wache an den Sarg zu stellen und acht von ihnen an den beiden Seiten des Tors aufzustellen. 

- Die Feuerwehrleute sind seit dem 11. September 2001 das Symbol für das höchste Opfer zum Schutz der wehrlosen Bürger in der Not und die Gewährleistung dafür, dass alles, was man verloren glaubte, wiedergefunden und zum Leben erweckt werden kann und die Feuerwehrleute von L´Aquila insbesondere haben das >Geschenk< von Papst Ratzinger an ihren Papst sehr zu schätzen wissen, dem sie ihrerseits einen >weißen Helm< geschenkt haben, zum ewigen Andenken an ihren >weißen Feuerwehrmann<, der auf jeden Titel und jedes Privileg zu verzichten wusste und sich dem extremen Opfer des > Großen Weißen Elefanten < hingaben, wie wir die Grossen Weisen und die wahren Initiierten nennen.

Herz an Herz

Anmerkung: am 5. Mai 2013 wurde das von Benedikt XVI an Coelestin V übergebene “Pallium” in den Schaukasten gelegt, in dem seine sterblichen Reste aufbewahrt werden, zusammen mit neuen liturgischen Gewändern, dem Petrusring und drei Nadeln, sowie mit einem neuen “silbernen Gesicht” das zu diesem Zweck mit einer fortschrittlichen Technik und den entsprechenden Messungen am Schäden von Pietro da Morrone angefertigt wurde.


Avv. Giovanni Salvati

Ein Mensch kann nicht die Welt nicht ändern,
aber er kann eine Botschaft aussenden,
welche die Welt verändert

Auf der Suche nach dem weißen Elefanten